Das über 100 Jahre alte Familienunternehmen aus Niederösterreich führte kürzlich den TiCom Rundholzeinkauf ein, um den anstehenden EUDR-Auflagen gerecht zu werden. Im Gespräch mit Herrn Ehrgott Maximilian, Leitung Finanzen und Personal bei Mosser Holzindustrie, berichten wir, warum TimberTec als Partner für den Rundholzeinkauf gewählt wurde und welche Vorteile sich mit dem neuen System ergeben.
Mosser Holzindustrie Kurzbiografie
- 1924: Gründung des Sägewerks mit 3 Mitarbeitern in Randegg, Niederösterreich
- 1988: Erstes Unternehmen in Europa mit industrieller BSH (Brettschichtholz) Produktion
- Standorte: 2 Werke für Leimholzproduktion, 1 Sägewerk
- Mitarbeiter: 280 (3-Schichtbetrieb für Leimholz und 2-Schichtbetrieb im Sägewerk)
- Produktionskapazität: 400.000 fm im Sägewerk und 200.000 m³ in der Leimholzproduktion
- Umsatz (Spitzenzeiten): ca. 170 Mio. €
- Partnerschaft mit TimberTec: Seit 2018
- TimberTec Lösungen: Rundholzeinkauf (Neu), Einkauf, Produktion, Verkauf und Logistik, Lagerwirtschaft, Finanzmodul

Ausgereiftes System für anstehende EUDR Auflagen
Das Vorgängersystem für den Rundholzeinkauf war nicht ausgereift genug um den Anforderungen der Mitarbeiter, sowie den EUDR Anforderungen gerecht zu werden. Deshalb fiel im Oktober 2024 endgültig die Entscheidung: Ein kompletter Systemwechsel musste her. Die damals drohende Einführung der EUDR Richtlinien mit 2025 beschleunigte den Entscheidungs- und Implementierungsprozess maßgeblich. Mit der darauffolgenden Verschiebung des Inkrafttretens auf 2026 konnten noch besser interne Prozesse und Arbeitsabläufe direkt bei der Projektimplementierung mit einbezogen werden.
„Es gibt ja einen Grund warum EUDR verschoben wurde, und warum das Konzept immer noch nicht final ist – viel zu komplex und in der Praxis nicht realistisch… Der Gedanke dahinter macht schon Sinn und ist schlüssig, doch die Umsetzung ist unglaublich bürokratisch.“
Maximilian Ehrgott, Leitung Finanzen und Personal bei Mosser
Implementierung des Rundholzeinkaufs in laufende TiCom Komplettlösung
Da TiCom ERP schon seit Jahren operativ im Einsatz ist, war das Projekt für den Rundholzeinkauf überschaubar. Die Nachricht zur Verschiebung der EUDR Auflagen erlaubten dann auch eine gründlichere Konzeption und ein „Mini-Go-live“ wurde mit 1. April 2025 abgehalten. Laufende und essenzielle Prozesse konnten optimiert und abgestimmt werden. Prozesse wie Rundholzverkauf mussten gelöst und im System abgebildet werden, sowie die Optimierung der Anfuhrplanung und schlussendlich die Umsetzung der EUDR Richtlinien.

Vorteile einer Integrierten Lösung
Mosser Holz profitiert mit dem neuen TimberTec Rundholz-Einkaufsmodul von einer durchgängig vernetzten Plattform, auf der alle Datenflüsse im Hintergrund nahtlos abgewickelt werden und überflüssige Schnittstellen entfallen. Rechnungen sehen von nun an überall gleich aus, weil Kunden, Lieferanten und Dienstleister in einem einheitlichen Stammdaten-Verzeichnis gepflegt werden. Selbst Lagerbuchungen laufen automatisch über dasselbe System, sodass Mitarbeiter nicht mehr zwischen unterschiedlichen Insellösungen wechseln müssen.
Bereits im Projekt wurden im Austausch mit den Anwendern nicht nur technische Abläufe abgebildet, sondern Prozesse von der Vertragsanlage über die Anfuhrplanung bis zur Nachverfolgbarkeit gemeinsam neu gedacht und perfektioniert. Die Rundholzeinkäufer gewinnen so wertvolle Zeit für Verhandlungen und Lieferantenmanagement, während das im Unternehmen vorhandene Wissen breit gestreut wird. Kleinere Störungen werden dank direktem Support und kurzen Feedback-Schleifen umgehend behoben.
„Wir haben mit Sicherheit Zeitersparnis, wir haben Aufgabengebiete von unserem Rundholzeinkäufer in die Materialwirtschaft verlagert, somit kann dieser sich auf seine Hauptaufgaben: Rundholzbeschaffung und Verhandlungen mit Lieferanten konzentrieren.“
Maximilian Ehrgott, Leitung Finanzen und Personal bei Mosser
Der Go-Live ist ein Meilenstein, kein Endpunkt. Mit der jetzt etablierten Plattform kann Mosser Holz zukünftig Module wie Anfuhrplanung und EUDR-Automatisierung ergänzen und so Compliance, Transparenz und Wettbewerbsfähigkeit weiter ausbauen.

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